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    Siegburg, die kleine Stadt am Rande des Ballungsraumes um Bonn, spielt für die Psychiatriegeschichte eine Rolle. In der ehemaligen Abtei auf dem Michaelsberg befindet sich zwischen 1825 und 1878 die erste und einzige psychiatrische Klinik der damaligen Rheinprovinz, damals Provinzialirrenanstalt genannt.

    Siegburg Stich

    M. Jacobi Erster Leiter war Maximilian Jacobi (1775 - 1858), Sohn eines bekannten Philosophen mit enger Bindung an Goethe, der hier in einer christlichen Grundorientierung eine zwangsarme Psychiatrie zu verwirklichen sucht. Bekannt geworden ist das "Siegburger Siegel" eine künstliche Verschorfung der Kopfhaut, um damit die als körperlich verstandenen psychische Erkrankung zu beeinflussen.

    M. Jacobi wurde nach seinem Tod noch lange in Siegburg mit dem Jacobi-Fest geehrt. Die Klinik wurde auf dem ehemaligen Abtei zu klein. Sie wurde geschlossen und in ein Zuchthaus umgewandelt. Bis zur Jahrhundertwende begann das Bauprogramm der großen stadtfernen Landesklinik im Rheinland.

    Genau hundert Jahre später wird in Siegburg wieder eine psychiatrische Klinik eröffnet: die Johanniter Tagesklinik Siegburg e.V..



    Johanniter Tagesklinik Siegburg e.V., Theodor-Heuss-Str. 6, 53721 Siegburg, Tel. 0 22 41 - 17 35 0, Telefax: 0 22 41 - 17 35 50, Email: info@Tagesklinik-Siegburg.de